FDP Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf

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Schulgartengestaltung

Macht sich der Ortsverband jetzt mit Czaja...

...zum Obst?
Marzahn-Hellersdorf. Mit seiner Aktion „U 5 – von 5 bis 5“ erntete Sebastian Czaja anfangs nur ein müdes Lächeln. Kaum einer konnte glauben, dass ein 23jähriger FDP-Politiker etwas durchsetzt, was von vorn herein eigentlich hätte scheitern müssen. Doch die U 5 fährt - von 5 bis 5 - und besonders die Jugend ist dankbar, braucht sie sich doch keine Sorgen mehr um den Heimweg spät abends, besonders an den Wochenenden, machen. Und wieder engagiert sich Czaja, diesmal zusammen mit dem Ortsverband Hellersdorf, für ein Projekt, dem nur wenige eine Chance einräumen.

 


Die Döblin-Schule steht kurz vor dem Umzug. Der dazugehörige Schulgarten, einer von 13 im Bezirk (bei allerdings 70 Schulen!), sieht (wieder) einer ungewissen Zukunft entgegen. Dem Engagement von Gerda Schneider war es zu verdanken, dass der Schulgarten nicht bereits 1992 dem Erdboden gleich gemacht worden ist. Die Lehrerin hat in den Jahren nicht nur sehr erfolgreich eine Gartenarbeitsgemeinschaft aufgebaut und geleitet, sondern auch eine Initiative zum Erhalt dieser Einrichtung gegründet. Damit dieser Einsatz nicht umsonst war, macht sich der Ortsverband Hellersdorf stark.

 


Schule weg, Garten weg, Kinder weg. Nein, sagt sich der Ortsvorsitzende Czaja, im Bewusstsein der großen Bedeutung dieser grünen Lernoase. Fast täglich kommen die Kinder und Jugendlichen hierher, pflegen die Anlagen, kümmern sich um den Goldfischteich, präsentieren sich mit Ständen bei Festen im Bezirk, bieten Obst, Kräuter und Tees an, lernen unter fachkundiger Anleitung den Umgang mit Pflanzen und Tieren. „Ein wesentlicher Baustoff für das weitere Leben, besonders in einer Großstadt wie Berlin, in der viele Kinder sehr naturfern aufwachsen“, so Czaja.

 


Um Fakten für die BVV zu schaffen, in der es durchaus immer noch Skeptiker und kühle Rechner gibt, suchte Sebastian Czaja nach Mitstreitern. Einer ist Gordon Aernecke. Der Unternehmer beschäftigt 70 Mitarbeiter. Zehn Prozent davon sind Auszubildende. Für den 30jährigen also eine Frage der Ehre, den Schulgarten nach den Sommerferien vom Unkraut zu befreien. In zwei Tagen gelang seinen Mitarbeitern dabei das fast Unmögliche. Zudem hat die Firma eine weitere Begleitung des Projekts Schulgarten bereits fest zugesagt.

 


Gute Voraussetzungen für die FDP-Fraktion also, in der Oktobersitzung eine Drucksache für den Erhalt und die Weiterbetreibung des Schulgartens in die BVV einzubringen. Bis dahin steht auch das Kooperationskonzept, so Czaja, der damit den Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen will. „Bei 90 Millionen Euro für den Bereich Kinder und Jugend von 256 Millionen Euro Gesamthaushalt sollte doch für dieses Projekt etwas drin sein. Die Nutznießer sind schließlich die Kinder!“ Macht sich Sebastian Czaja damit zum Obst? „Was ich mache, hat Hand und Fuß, dazu stehe ich. Insofern dürften Sprüche dieser Art – gleich ob vor oder nach der Wahl fehl gehen.“