Sie sind hier: Startseite > Presse > • Verantwortungsgefühl statt...
• Verantwortungsgefühl statt vorauseilendem Gehors
Anja Molnar, Sprecherin für Bildung und Familie der FDP Marzahn-Hellersdorf und Sebastian Czaja, Abgeordneter für Marzahn-Hellersdorf, erklären zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes 2008-2012:
„Der freiwillige Verzicht auf die einjährige Übergangszeit bei der Sekundarschuleinführung, zeugt von politischer Kurzsichtigkeit oder Profilneurose.
Ohne Not auf den Gebrauch einer einjährigen Übergangszeit bei der Einführung der Integrierten Sekundarschule (IS) zum Schuljahr 2010/11 zu verzichten, ist eine weitere
einsame Entscheidung von Stadtrat Komoß. Er hat sich dafür entschieden von dieser für alle Beteiligten wichtigen und hilfreichen Möglichkeit keinen Gebrauch zu machen. Den Schulen wird so die Möglichkeit genommen, notwendige Änderungen gründlich, planbar und durchdacht vorzunehmen. Ein Umsetzen der Reform ist nicht mit dem Auswechseln des Hausschildes getan.
Ebenso wenig wird die Akzeptanz auf Seiten der Elternschaft für die IS mit dieser „Hauruck“ Aktion nicht steigen. Hinzu kommt, dass die Verringerung der Klassenfrequenz auf 25 Schüler sowie die angestrebte 4-Zügigkeit der IS eine außerordentlich groß Herausforderung an die räumlichen Voraussetzungen einiger Schulen darstellen. Diese zu beheben sowie die notwendige Ausstattung an Lehr-und Lernmittel wird mit dem jetzigem Bezirkshaushalt nicht zu gewährleisten sein.
Warum also diese Entscheidung?
Entweder will man Schülern, Eltern und Pädagogen keine Gelegenheit geben Misstände offenzulegen und drückt deshalb aufs Tempo. Dann muss von politischer Kurzsichtigkeit
ausgegangen werden. Oder es ist die Absicht als „Schnellster“ Vollzug ins Rote Rathaus melden zu können? Hier müsste dann politische Profilneurose attestiert werden.
Nach wie vor zeigt es sich, dass in Marzahn-Hellersdorf Schulpolitik über die Köpfe von Kindern, Eltern und Lehrern betrieben wird. Wir fordern Herrn Bezirksstadtrat Komoß auf,
sich seiner Verantwortung bewusst zu werden und entsprechend zu handeln und den Betroffenen die Möglichkeiten, die eine Einführungsphase eröffnet nicht zu verweigern, es geht schließlich um die Zukunft unserer Kinder!“

